Aussichtsturm Tromm - Rimbach im Odenwald
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: pwpMAS Architekten PartG mbB
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
JR33+Q4 -, 64668 Rimbach, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
07.2022
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbau
Tragwerkskonstruktion
Stahl
Beschreibung
Objektbeschreibung
Ein erster Aussichtsturm wurde 1890 mit einer Höhe von 23 Meter errichtet. 1911 wurde diese Holzkonstruktion durch den sogenannten „Ireneturm“, einem Sockelbau aus Naturstein mit einer aufgesetzten, umhüllten Holzkonstruktion und einer Höhe von 27 Metern ersetzt.
Der Neubau des Aussichtsturms erfolgte als Ersatzneubau des in Teilen baufälligen „Ireneturms“ aus dem Baujahr 1911. Das steinerne Sockelbauwerk des denkmalgeschützten Turms auf der Tromm, dessen marode Holzkonstruktion nach mehreren Untersuchungen zum Abriss freigegeben wurde, bleibt erhalten.
In unmittelbarer Nähe des Ireneturms wurde der neue Aussichtsturm so platziert, dass er schon aus den Blickrichtungen der zuführenden Waldwege zu sehen ist und der Gedanke des Ensembles in der Ausbildung des Gesamtplatzes erhalten und fortgesetzt wird.
Mit der Teilnahme am bundesweiten Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“, initiiert durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, wurde der Neubau des Aussichtsturmes im Rahmen einer interkommunalen Kooperation öffentlich gefördert.
Entworfen und geplant wurde der neue „Trommturm“ nach einem öffentlichen Auswahlverfahren von den Architekten Pahl + Weber-Pahl Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, Darmstadt (seit 2024 neu firmiert: pwpMAS Architekten PartG mbB) mit den Tragwerksplanern Ing.-Büro Bollinger + Grohmann GmbH, Frankfurt/Main.
Das Bauwerk besteht aus einer 54,3° geneigten, feuerverzinkten Stahl-Fachwerk-Konstruktion, die im Felsen des Baugrundes verankert ist.
Das grundlegende Konzept des Bauwerks ist die geradlinig aufsteigende Treppe, die in Form einer Treppenkaskade mit wechselnder Steigrichtung, serpentinenartig auf die kreisförmige Turmplattform führt. Dieser Treppenlauf in Serpentinen bedeutet, dass die Besucher sich immer oberhalb der Konstruktion und im Freien bewegen, somit nicht übereinander laufen und sich beim Blick in die Umgebung gegenseitig sehen können. Es führt weiter dazu, dass sich beim Laufen kein Drehschwindel entwickelt.
Seitlich bekleidet den Turm eine nichttragende lamellenartige Holzkonstruktion als Reminiszenz an das kleidhafte Bild des historischen „Ireneturms“, die optisch die Ablesbarkeit der Himmelsleiter verstärkt.
Der erhaltene Mauerwerkssockel des ehemaligen Ireneturms wurde saniert und mit einem Gründach ausgestattet und beherbergt u.a. die Technik für die auf dem neuen Turm errichtete Funkantenne.
Schlagworte
Objektdetails
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