Architekturobjekt 1 von 24

Architekturobjekte


Das Hoppener Haus

29221 Celle, Poststraße 8

Mit freundlicher Unterstützung von CAPAROL Farben Lacke Bautenschutz

Fratzen und Fabelwesen, Götter und Narrengestalten: Seine reiche Ornamentik macht das Hoppener Haus zu den imposantesten Fachwerkhäusern von Celle. - Das Hoppener Haus

© Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Fotodesign Andreas Braun

Das Hoppener Haus in Celle in seiner vollen Pracht: 1532 erbaut, zieht das alte Fach-werkhaus mit seiner reichen Ornamentik bis heute alle Blicke auf sich. - Das Hoppener Haus

© Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Fotodesign Andreas Braun

Doch auch an einem Kleinod wie dem Hoppener Haus geht die Zeit nicht spurlos vorbei: Hier und da hatte sich die Farbe gelöst, teils war Wasser eingedrungen. - Das Hoppener Haus

© Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Fotodesign Andreas Braun

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© Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Fotodesign Andreas Braun

Bis zu zwölf Schichten an Altanstrichen mussten die Maler um Dirk Fingerhut abtragen und die aufwändigen Schnitzereien vorsichtig freilegen. - Das Hoppener Haus

© Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Fotodesign Andreas Braun

Der Neuanstrich der Fassade erfolgte mit Produkten aus dem Histolith-Sortiment von Capa-rol. Die diffusionsfähigen Farben eignen sich besonders gut für den Einsatz an denkmalgeschütz-ten Gebäuden wie dem Hoppener Haus. - Das Hoppener Haus

© Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Fotodesign Andreas Braun

Das Hoppener Haus in Celle in seiner vollen Pracht: 1532 erbaut, zieht das alte Fach-werkhaus mit seiner reichen Ornamentik bis heute alle Blicke auf sich. - Das Hoppener Haus

© Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Fotodesign Andreas Braun

Heute strahlen die originalen Schnitzereien an dem denkmalgeschützten Gebäude wieder in altem Glanz. - Das Hoppener Haus

© Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Fotodesign Andreas Braun

Auf den Bildern zu sehen ist auch die „Illusionsmalerei“ auf den Gefachen. Diese musste im Rahmen der Sanierung neu aufgezeichnet werden – selbstverständlich per Hand. - Das Hoppener Haus

© Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Fotodesign Andreas Braun

Auf den Bildern zu sehen ist auch die „Illusionsmalerei“ auf den Gefachen. Diese musste im Rahmen der Sanierung neu aufgezeichnet werden – selbstverständlich per Hand. - Das Hoppener Haus

© Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Fotodesign Andreas Braun

Mit freundlicher Unterstützung von CAPAROL Farben Lacke Bautenschutz

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Poststraße 8, 29221 Celle, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

09.2024

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Bauleistung: Maler, Lackierer

Malermeister Fingerhut

Waldweg 109

29221 Celle

Deutschland

Tel. +49 5141 881366

mail@malerfingerhut.de

Beschreibung

Objektbeschreibung

Fratzen und Fabelwesen, Götter und Narrengestalten:​ Das Hoppener Haus gehört mit seiner reichen Ornamentik zu den imposantesten Fachwerkhäusern von Celle. Die Fassade des fast 500 Jahre alten Gebäudes wurde nun saniert – in filigraner Kleinarbeit und unter Wahrung seines historischen Erbes. Zum Einsatz kamen dabei auch Produkte von Caparol.

Anfang des 16. Jahrhunderts war die Welt noch eine andere:​ Leonardo Da Vinci hatte da gerade die Mona Lisa gemalt. In Wittenberg schlug Martin Luther seine Thesen an die Schlosskirche und begründete die Reformation. In Sevilla brach Magellan zur Umsegelung der Welt auf und bewies, dass die Erde eine Kugel ist. Und in Celle wurde das Hoppener Haus erbaut.

Das schmucke Fachwerkhaus, errichtet im Jahr 1532, prägt mit seinen aufwändigen Schnitzereien und Bildnissen bis heute das Celler Stadtbild. Jahrzehnte nach der letzten Renovierung zeigten sich an der Fassade des Hoppener Hauses jüngst allerdings kleine Schäden:​ Hier und da löste sich die Farbe, teils war Wasser eingedrungen und das Holz in Mitleidenschaft geraten. Es war an der Zeit für eine Sanierung. Der private Besitzer holte eine Restauratorin ins Boot sowie den ortsansässigen Betrieb Malermeister Fingerhut, der viel Erfahrung in der Sanierung historischer Objekte hat. Auch der Denkmalschutz war involviert.

Zentimeterweise Entschichtung des alten Holzes
Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten:​ Die seit vielen Jahren bestehende, optische Gestaltung des Hoppener Hauses sollte erhalten, der Ist-Zustand bewahrt werden. Während sich die Restauratorin im Projekt unter anderem um die sanfte Aufarbeitung der bildlichen Darstellungen kümmerte, waren Malermeister Dirk Fingerhut und sein Team für die Arbeiten an den Gefachen, Fenstern und dem Balkenwerk zuständig. Schnell war klar:​ Hier war die ganze Kunst des Malerhandwerks gefragt.

Als erster Schritt für den Malerbetrieb stand die Entschichtung der Gefache und des Balkenwerks auf dem Programm. Gerade letzteres hatte es in sich, denn die Maler mussten das Holz vorsichtig von bis zu zwölf übereinanderliegenden Farbschichten befreien. Diese reichten teilweise zurück bis ins 19. Jahrhundert. Nach einer chemischen griffen sie dafür auch auf eine thermische Entschichtung zurück. Mittels Heißluft legten sie das jahrhundertealte, feine Holz substanzschonend frei – Zentimeter für Zentimeter.

Das war nicht nur mit aufwändiger Kleinstarbeit verbunden:​ „Besonders wichtig war in dem Kontext auch die Dokumentation des Ist-Zustands“, erzählt Malermeister Fingerhut. „Die farbliche Gestaltung sollte hinterher schließlich genauso aussehen wie vorher, was bei den filigranen Ornamenten und Schnitzereien nicht ohne Weiteres umzusetzen ist. Also haben wir jede Menge Fotos gemacht, um auch nach Freilegung des Holzes nachvollziehen zu können, wie die Farbgestaltung vorher war.“

Leinöl als Mittel der Wahl am Fachwerk
Nachdem Schadstellen an Holz und Gefachen ausgebessert waren, machten sich die Maler-Profis daran, die farbliche Gestaltung des Fachwerks und teils reich verzierten Gebälks wieder herzustellen. In Absprache mit der Denkmalpflege nutzten sie dafür die Leinölfarbe aus dem Histolith-Sortiment von Caparol. „Zwar braucht Leinöl eine gewisse, regelmäßige Aufarbeitung. Aber gerade bei Fachwerk ist vor allem entscheidend, dass Leinölfarbe auch nach Wiederholungsanstrichen hoch diffusionsfähig bleibt. Das ist umso wichtiger, als dass wir bei solchen Gebäuden wirklich in langen Zeiträumen denken“, erklärt Dirk Fingerhut. Gerade am Hoppener Haus habe man gesehen, dass die zwölf Schichten mit teils ungeeigneten Produkten die Diffusionsfähigkeit bis hin zum Schaden reduziert hätten. „Diese Gefahr schließen wir mit der Leinölfarbe aus:​ Wir arbeiten seit 18 Jahren mit Histolith, haben damit an diversen Celler Fachwerkhäusern gute Erfahrungen gemacht. Das Produkt überzeugt mit seiner Haltbarkeit und Qualität und lässt sich gut verarbeiten.“


Caparol-Verkaufsberater Johann Schröder hat in Celle und Umgebung bereits viele Sanierungen von Fachwerkfassaden begleitet und war von Caparol-Seite aus auch für die Betreuung des Objekts Hoppener Haus verantwortlich. „Wir arbeiten mit der Denkmalpflege seit Jahren gut zusammen“, erklärt Schröder. „Die zuständigen Betriebe – so auch die Firma Fingerhut – bestätigen mir regelmäßig, dass sie mit Histolith bei der Sanierung von Fachwerkfassaden gute Erfahrungen machen. Der Kreis schließt sich durch die Einlagerung beim Großhandel, der ebenfalls von den Produkten überzeugt ist.“

Auch der Malernachwuchs arbeitet mit
Auf den Gefachen wurde teils die Schlemmbeschichtung erneuert. Anschließend ging es an den Neuaufbau der Beschichtung. Bei den Putzflächen wurde mit Silikatfarbe aus dem Histolith-Sortiment gearbeitet, ebenfalls aus Gründen der Diffusionsfähigkeit. Übrigens warten auch die Gefache des Hoppener Hauses mit einer Besonderheit auf:​ Auf den Putzflächen wurden einst Klinkersteine aufgezeichnet und so ein Mauerwerk imitiert. Auch dieses „Illusionsmauerwerk“ galt es nun nachzuzeichnen – per Hand, versteht sich.

Diese filigranen Feinarbeiten haben Dirk Fingerhut und zwei erfahrene Gesellen ausgeführt. Aber auch die Azubis und Azubinen des Betriebs durften sich an der ein oder anderen Stelle ausprobieren:​ „Uns war wichtig, dass unser Malernachwuchs ohne Zeitdruck ein Teilstück der farblichen Gestaltung mitgestalten kann. Das Malerhandwerk ist so vielfältig und das sollen sie natürlich auch alles lernen und erfahren. Hinterher können sie vor dem Hoppener Haus stehen und sagen:​ Daran habe ich mitgearbeitet.“

Aufgrund des Alters des Objekts und seiner detailreichen Fassade ist das Hoppener Haus auch für Johann Schröder von Caparol etwas ganz Besonderes. Die gelungene Sanierung der einzigartigen Fassade ist in seinen Augen eine besondere Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten:​ „Jedes einzelne Zahnrad hat zum Erfolg dieses Projektes beigesteuert.“

Text:​ Katharina Mandlinger

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